Knowledge Transfer Upper Rhine (KTUR)

Den grenzüberschreitenden Wissens- und Technologietransfer am Oberrhein stärken

Die trinationale Metropolregion Oberrhein verbindet Märkte in Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Hier sind zahlreiche Wissenschaftseinrichtungen, Cluster und Unternehmen heimisch und machen die Region schon heute zum Vorreiter europäischer Kooperation. Weitere starke Impulse für das Wachstum und die Beschäftigung in der Region könnten von einer Intensivierung der Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung, bei Lizenzierungen oder grenzüberschreitenden Gründungen ausgehen. Mit diesem Ziel soll der grenzüberschreitende Wissens- und Technologietransfer nun mit dem neuen EU-Projekt Knowledge Transfer Upper Rhine (KTUR) verstärkt werden. Die EU fördert KTUR im Rahmen des INTERREG-Programms in den nächsten drei Jahren mit 1,6 Millionen Euro – Koordinator des Projekts mit insgesamt 12 Partnern aus Universitäten und Hochschulen ist das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). 

Über KTUR

Ziel von KTUR ist es, die Zusammenarbeit zwischen Wissens- und Technologietransfer (WTT)-Beschäftigten aus Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften sowie zwischen Hochschulen, Intermediären (wie z.B. IHKs oder Cluster-Initiativen), und Unternehmen in der Trinationalen Metropolregion Oberrhein zu intensivieren, strukturieren und professionalisieren. Mit dem Aufbau eines auf Langfristigkeit ausgelegten Netzwerks am Oberrhein wollen Hochschulen und Wirtschaftsverbände grenzüberschreitend voneinander lernen und eine gemeinsame Identität im Bereich des Wissens- und Technologietransfers am Oberrhein schaffen. Damit sollen bestehende Barrieren reduziert werden, um die grenzüberschreitende Kontaktaufnahme und die Projektanbahnung zwischen Hochschulen und Unternehmen deutlich zu vereinfachen und zu verstärken. Um diese Ziele zu erreichen, werden Lösungsansätze für ausgewählte Handlungsfelder konzipiert, die im Projekt als Pilotmaßnahmen unter der aktiven Beteiligung von mindestens 100 Unternehmen umgesetzt und erprobt werden.

 

Die aktuelle Pressemitteilung über das Projekt finden Sie hier: https://www.kit.edu/kit/pi_2019_152_eu-projekt-starkt-kooperation-am-oberrhein.php

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Copyright Karte: INTERREG

 

Projektziele

Aufbau eines Netzwerks aus Transferakteuren

Gemeinsames Auftreten der Hochschulen im WTT-Bereich

Aufbau einer digitalen Informations- und Austauschplattform

Grenzüberschreitendes Angebot bei Weiterbildungen

Förderung der grenzüberschreitenden Projektanbahnung und Umsetzung

Intensivierung der Zusammenarbeit bei grenzüberschreitenden Gründungen

Partner

Initiiert wurde KTUR innerhalb des Verbunds Eucor – The European Campus, in dem die Universität Basel, die Universität Freiburg, die Université de Haute-Alsace, das KIT und die Université de Strasbourg gemeinsam einen trinationalen Hochschulraum mit aktuell 115 000 Studierenden und 15 000 Forscherinnen und Forschern bilden. Die Allianz TriRhenaTech hat sich ebenfalls der Initiative angeschlossen. Die EU fördert KTUR mit 1,6 Millionen Euro. Die beiden teilnehmenden Hochschulen aus der Nordwestschweiz werden auf Schweizer Seite mit Bundes- und Kantonsmitteln aus den Kantonen Aargau, Basel-Landschaft und Jura mit rund 300.000 Euro gefördert.

Zu den Partnern gehören:

 

 

12 Hochschulen

  • 5 EUCOR Universitäten (KIT (Projektträger), Straßburg, Freiburg, Haute-Alsace, Basel)

  • 6 Hochschulen der Allianz TriRhenaTech (Kaiserslautern, Karlsruhe, Offenburg, Furtwangen, Lörrach, Nordwestschweiz)

  • Universität Koblenz-Landau

4 kofinanzierende Projektpartner (Schweiz)

  • Schweizerische Eidgenossenschaft

  • Drei Kantone: Jura, Basel-Landschaft und Aargau

11 assoziierte Partner

  • SATT Conectus Alsace, Alsace Tech, Säule Wissenschaft der trinationalen Metrolpolregion Oberrhein, EGTC Eucor – The European Campus

 

Weitere Partner: GrandE-Nov, CCI Alsace Eurométropole, IHK Karlsruhe, Wirtschaftsförderung Karlsruhe – PAMINA Business Club, Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG, Technologie-Netzwerk Südpfalz e.V., Hightech Zentrum Aargau AG, BaselArea.swiss

Projektverlauf

Kernzielgruppe für den Technologietransfer aus Hochschulen ist die Industrie – vom Start-up bis zum Global Player. Eine Hauptaufgabe von KTUR ist es deshalb, Maßnahmen zu entwickeln, welche die Bedürfnisse der Industrie optimal bedienen. 

Dazu werden mehrere Aspekte untersucht, u.a. die Strukturierung der Zusammenarbeit der akademischen WTT-Akteure am Oberrhein sowie die Formulierung und Erprobung eines gemeinsamen WTT-Angebots, z.B. in den Bereichen Weiterbildung, Start-ups, grenzüberschreitende Innovationsveranstaltungen, Single Entry-Point für die Industrie und modular-anpassbare Research-to-Business Informations- & Austauschplattform.

Das erste Jahr der Projektlaufzeit läuft noch bis Ende September 2020 und dient als Analysephase. Bei Interviewreihen und Recherchen identifiziert und analysiert das Projektteam Potentiale für eine verstärkte Zusammenarbeit mit bestehenden Netzwerkpartnern und Plattformen, wie zum Beispiel Clustern, Wirtschaftsförderungen oder Industrie- und Handelskammern am Oberrhein. In einem anderen Arbeitspaket stehen bestehende Kooperationen zwischen Hochschulen und Unternehmen im Fokus. Auf diese Weise sollen Best-Practice-Lösungen und Verbesserungspotentiale für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen den Hochschulen und Unternehmen definiert werden.

In dieser ersten Analysephase können Sie KTUR aktiv als Industrievertreter unterstützen. Denn Unternehmen und Stakeholder aus dem Transferbereich sind wichtige Gesprächspartner und Informationsgeber, die es dem Projektteam ermöglichen, die Bedürfnisse der Industrie in Bezug auf den Technologietransfer systematisch zu erfassen und auszuwerten. Nehmen Sie an unsere Umfrage teil und lassen Sie uns Ihre Interessen, Perspektiven und Erfahrungen aus der Unternehmenspraxis wissen.  

Diese Umfrage richtet sich an Geschäftsführende, Vorsitzende oder Manager eines Unternehmens in der trinationalen Metropolregion Oberrhein. Dabei spielt es keine Rolle, ob Ihr Unternehmen bereits Erfahrungen mit grenzüberschreitenden Kooperationen gesammelt hat. Zur Umfrage kommen Sie hier: https://www.soscisurvey.de/interreg-projekt-KTUR/.

Ein Etappenziel ist es, bis Ende des ersten Jahres der Projektlaufzeit Pilotmaßnahmen zu entwickeln, die in den darauffolgenden zwei Jahren unter der aktiven Beteiligung von mindestens 100 Unternehmen umgesetzt und evaluiert werden. Ein Beirat, der sich aus Industrievertretern aus Baden-Württemberg, Frankreich und der Schweiz zusammensetzt, wird regelmäßig über die Fortführung oder Änderung der einzelnen Maßnahmen beraten. Wenn Sie Interesse haben, KTUR als Beiratsmitglied zu unterstützen, nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf.